Newsletter 3/2010
Dies ist der dritte Newsletter in diesem Jahr. Neben einigen wichtigen Termininformationen möchten wir Euch hier über einige inhaltliche Aspekte zum Thema Schwimmen mit Babys und Kindern informieren.
Viel Spass beim Lesen!
Abgabetermin der Änderungskarten
Der letzte Abgabetermin für die Änderungskarten ist der 15. Mai 2010! Karten, die wir nicht persönlich im Kurs übergeben konnten, werden von uns rechtzeitig per Post zugeschickt. Bitte werft die Karten in die dafür vorgesehenen Briefkästen in den Schwimmhallen, oder schickt sie rechtzeitig per Post oder auch Fax an uns zurück.
Harburg: Triftstr. 130, 21075 Hamburg, Fax: 040/792 311 2
Alstertal und Mundsburg: Heegbarg 36, 22391 Hamburg, Fax: 040/792 311 2
Pfingstferien und Kursleiterfortbildung
Wir machen über Himmelfahrt und Pfingsten Schwimmschulferien. In der Zeit vom 13.5. bis zum 26.5. finden keine Kurse statt. Einzelne Abweichungen von diesen Ferienterminen wurden Euch ggf. von Euren Kursleitern mitgeteilt.
Am 30.5.2010 haben wir eine ganztägige Kursleiterfortbildung. Damit alle Kursleiter teilnehmen können mussten wir einige Kurse verlegen. Die Stunden von Andrey im TUS und von Sandra und Jens im Alstertal wurden vom Sonntag den 30.5. auf Sonntag den 16.5. verlegt und finden dort zu den gewohnten Uhrzeiten statt. Die Babyschwimmstunde von Katarina am Sonntag im TUS ist davon nicht betroffen und findet wie gewohnt am 30.5. statt.
Ferienprogramm in den Pfingstferien
Im Alstertal sind für die größeren Kinder im Ferienprogramm noch Plätze frei. Auch in Harburg gibt es noch freie Plätze in allen Gruppen. Genaue Zeiten und Termine findet Ihr hier.
Babyschwimmen verbessert das Koordinationsvermögen
Mit viel Freude haben ich vor einigen Tagen einen Artikel auf Spiegel Online gelesen. Dort wird eine Langzeitstudie zitiert in der die Wirkung von Babyschwimmen auf die Entwicklung der Kinder untersucht wurde. Es wurden Babys untersucht, die am Babyschwimmen teilgenommen haben seit sie zweieinhalb Monate alt waren. Nach einigen Jahren wurden diese Kinder nochmals untersucht und zeigten gegenüber einer Kontrollgruppe von Kindern ohne Wassererfahrung das wesentlich bessere Koordinationsvermögen. Besonders im Bereich der Gleichgewichtsfähigkeit und der Auge zu Hand Koordination zeigten sich die Babyschwimmer stark im Vorteil.
Für alle Interessierten gibt es hier die Links zum Spiegel Artikel und zum Abstract der Original-Studie:
Spiegel Online Artikel, Original Studie
Seepferdchen & Co. Teil 1
In unserer Schwimmschule können die Kinder natürlich auch ihre Schwimmabzeichen machen. Aber was müssen die Kinder dafür genau schaffen? Da wir von den Eltern immer mal wieder gefragt werden gibt es hier ein paar Antworten.
Das Seepferdchen:
Für das Seepferdchen müssen Kinder 25 Meter weit schwimmen, einen Sprung ins Wasser machen und einen Gegenstand aus brusttiefem Wasser heraufholen. Das Schwimmen muss dabei kein Brustschwimmen sein. Die Kinder dürfen bei uns die 25m in Bauchlage, in Rückenlage oder gemischt schwimmen. Dabei ist uns wichtig, dass deutlich erkennbar ist das die Kinder zielgerichtet schwimmen und die Strecke sicher schaffen. Die Zeit die die Kinder für die 25m brauchen spielt dabei keine Rolle.
Wir haben in unseren Schwimmbädern keine 25m Bahnen. Die Kinder schwimmen also so oft ohne festhalten hin und her, bis die 25m geschafft sind.
In Teil 2 folgt demnächst das Bronzeabzeichen :)
Paukenröhrchen beim Kinderschwimmen
Da das Thema immer wieder aktuell ist, und wir ständig Nachfragen seitens unserer Kursteilnehmer haben, hier einige Infos zum Thema Paukenröhrchen. Viel Spass beim Lesen!
Die folgenden Informationen sind uns freundlicherweise von einer HNO-Ärztin aus unserem Teilnehmerkreis zur Verfügung gestellt worden. An dieser Stelle schon mal vielen Dank!
Schwimmschutz für Kinder mit Paukenröhrchen:
Grundsätzlich ist Spritzwasser bei Paukenröhrchen kein Problem; Schwierigkeitenentstehen nur bei Seifenwasser (dabei ist die Oberflächenspannung erniedrigt, es läuft leichter durch die winzige Öffnung im Röhrchen) und beim Tauchen.
Es wird nicht empfohlen, mit Röhrchen tiefer als einen Meter zu tauchen, da dann die Druckerhöhung auch kleine Wassermengen an einem Wasserschutz vorbeidrücken und durch das Röhrchen ins Mittelohr pressen könnte.
Diese „Grenze“ ist allerdings sehr vorsichtig gezogen; es gibt sicher Eltern, die Kinder haben, die deutlich tiefer getaucht sind, ohne dadurch gleich eine Reizung der Mittelohrschleimhaut (=Mittelohrentzündung) erlitten zu haben.
Wasser, insbesondere Seifenwasser, reizt aber die Mittelohrschleimhaut, wenn sie damit in Verbindung kommt, was dann zu Ohrlaufen führt (das nicht unbedingt infektiös sein muß, es aber meistens ist – klare oder nur leicht gelblich-durchsichtige Flüssigkeit ist meist nur eine Reizung, sobald sich das Sekret verfärbt, ist von einer Infektion auszugehen, die medikamentös behandelt werden muß).
Es gibt einige HNO-Ärzte, die ihre Kinder mit Paukenröhrchen und komplett ohne Wasserschutz schwimmen geschickt haben; auch die haben nicht häufiger Infektionen erlitten als Kinder, die sicherheitshalber gar nicht mehr ins Wasser durften. Sie berufen sich auf Studien aus den USA, die nachweisen, daß es nicht zu Infektionen kommt, solange ohne Schutz nicht tiefer als 1m getaucht wird oder das Wasser Seife enthält.
Ein komplettes Schwimmverbot erscheint bei reizlosen Verhältnissen übervorsichtig, ist aber angesichts der immer problematischer werdenden Haftpflichtsituation für Ärzte oft der einfachste Weg, mit der Situation umzugehen.
Es gibt auf dem Markt verschiedenste „Stöpsel“, die als Schwimmschutz dienen sollen; die einfachste (und kostengünstigste) Methode ist, normale Watte einzufetten (mit Nivea o.ä, Vaseline, Melkfett), um den Gehörgang abzudichten. Ungefettete Watte ist wasserdurchlässig und sollte nicht verwendet werden.
Außerdem gibt es – über die Apotheke – Oropax Badewolle, die, wenn keine Infektion besteht (dann sollte sowieso nicht geschwommen werden), immer wieder verwendbar ist. Auch andere Firmen haben ähnliche Präparate – imprägnierte Watte – lassen Sie sich in der Apotheke dazu beraten. Billig sind auch die „Tannenbäumchen“, die leider meist genau in den Situationen(wildes Spielen im Wasser), wenn sie am meisten gebraucht würden, aus den Ohren fallen. Ich persönlich würde sie für meine Kinder nicht verwenden. Es gibt auch Silikonstöpsel, die geformt und zugeschnitten werden können und deren Ursprungsgröße variiert (Kinder, kleiner Gehörgang, großer Gehörgang). In England gibt es eine „Klebemasse“ (klebt nur auf der Wand, nicht auf der Haut) auf dem Markt, die „Blue Tack“ heißt, eigentlich zur Befestigung von Postern an der Wand, die sich rückstandsfrei entfernen läßt; dazu gibt es Studien, diese als Ohrstöpsel zu verwenden, die sehr positive Ergebnisse haben, auch was die Hautverträglichkeit angeht. Leider ist Blue Tack in Deutschland meines Wissens nicht erhältlich, zu Nachahmerprodukten kenne ich keine Studien bezüglich der Verträglichkeit. In Belgien und in der Schweiz wird eine Kombination aus Silikonstöpsel und Neoprenstirnband vertrieben, die auch in Deutschland über einige HNO-Ärzte erhältlich ist. Hier sind die Stöpsel in sechs Größen erhältlich, der HNO-Arzt verordnet die richtige Größe nach Anprobe (wahrscheinlich aber nicht als Kassenleistung). Ähnliches wäre sicher auch mit Badewolle und einem Neoprenstirnband aus einem Sportgeschäft / Tauchshop zu erreichen. Teuer, aber nicht unbedingt sinnvoll sind speziell vom Akustiker abgeformte Paßstücke; da sich der kindliche Gehörgang auch während Wachstumsschüben verändern kann, sind sie nach einiger Zeit eventuell nicht mehr dicht. Da ein Paukenröhrchen gelegentlich aber über Jahre liegt, ist die Investition relativ fragwürdig.
Insgesamt würde ich die Lösung Badewolle / Neoprenstirnband (notfalls auch abgeschnittener und ggf. versäuberter Rand einer wasserdichten Badekappe) favorisieren, um maximalen Wasserschutz zu erreichen.
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